Die Geschichte des Spielmannszugs

 
 
Der Spielmannszug Lauchhammer ist aus dem ehemaligen Arbeitersport-verein Lauchhammer hervor gegangen. Am 1.Mai 1946 trat der Spielmannszug als Stahl Lauchhammer unter der Stabführung von Max Dietrich erstmals wieder auf. Als späterer Spielmannszug Motor Lauchhammer wurde er in der ehemaligen DDR allseits bekannt.

Unser Spielmannszug hat 1963 beim Turn- und Sportfest in Leipzig die Goldmedaille erkämpft. Außerdem konnte 2x der DDR Meistertitel nach Lauchhammer entführt werden. Zusätzlich konnte 2x der DDR Vizemeistertitel errungen werden.
Zu DDR Zeiten war unser Spielmannszug bei allen Großveranstaltungen anzutreffen. Uns wurden auch viele Ehrungen zu Teil. Wir sind mit der höchsten Auszeichnung der "Werner Seelenbinder" Medaille ausgezeichnet worden. Auch als hervorragendes Volkkunstkollektiv wurden wir geehrt und haben ebenfalls die Ehrenplakette des DTSB Bezirksvorstandes Cottbus der DDR in unserem Spielleuteheim hängen.
 
Große Probleme mussten nach der Wende gemeistert werden.Viele gut ausgebildete Spielleute verließen den Spielmannszug um in den alten Bundesländern einen Ausbildung- bzw. Arbeitsplatz zu finden. Dass es mit uns wieder aufwärts geht beweist die Tatsache, dass bei dem Europapokalwettbewerb in Bösel an der Nordsee 2x der 2. Platz und 1x ein dritter Platz belegt werden konnte.
 
Im Jahr 1990 stand unser Verein kurz vor der Auflösung, so blieben von ehemals über 100 Mitgliedern nicht einmal mehr 10 übrig. Dank dem Elan und der großen Begeisterung von den Spielleuten Uwe Fritzsche, Steffen Vogt, Adolf Müller, Helmut Winkler, Bernd Bacik, Jens Rimek und Sven Pfeifer wurde der Verein 1991/1992 neu belebt.
 

 

 

 

 
Mit Hilfe der Schulen in Lauchhammer und Grünewalde konnte schnell Nachwuchs gefunden werden, so das die Mitgliederzahl rasch auf 50 Aktive anstieg. Es folgten viele Übungsstunden,wobei unsere Ausbilder so manches graues Haar bekamen. Natürlich gehörten Ausflüge mit dem Verein auch dazu. So fuhren wir als erstes ins Trainingslager nach Bad Schandau, zitterten vor unserem ersten Auftritt in der Senftenberger Niederlausitzhalle und fieberten  bei der Landesmeisterschaft in Frauendorf um einen guten Platz in der Gästeklasse mit.
 
Natürlich können wir Spielleute auch ordentlich feiern und zeigten dies bei unseren 50., 55., 60 und 65. Geburtstag wo wir aus ehemaligen Mitspielern wieder aktive Mitglieder machten. Mit den Jahren bauten wir auch sehr gute Beziehungen zu den Spielmannszügen aus Komptendorf und Jessen auf.  Mit dem Wegbrechen der Kohleindustrie und Nachfolgebetriebe konnte bis heute noch kein Hauptsponsor gefunden werden, so dass wir uns nur durch viele Auftritte aufrechterhalten können.
 
Im Moment besteht der Spielmannszug, auch bekannt unter "Streetpipers", aus 35 aktiven und 6 passive Mitgliedern. Wir engagieren uns stark in der Jugendarbeit und bekommen immer wieder interessierte junge Leute zur Ausbildung.

 

 

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